20 April 2012

Papierwandlungen












Papierwandlungen. Schneidend, fließend, stampfend von einer Form zur anderen. Samen gekeimt, gewachsen. Baum und Blattgrün geworden. Gefällt! Abtransportiert. Geschnitten, gestampft. Weiß choloriert, blanchiert. DIN A 4 Blatt. Matt. Genormt verkauft. Bedruckt. Gelesen. Beseitigt. Alt und Papier. Müllabfuhr Stadt. Künstlerinnenkompost satt. Zerkleinert, verfeinert und eingeweicht. Norm aufgelöst. Geknetet, gebetet, geschmeidig vereidigt. Geformt rund und bunt. Das Blatt zur Schüssel. Hier liegt ein Schlüssel. Das Blatt wird zur Schale!






17 April 2012

Wortkünstlerin

Wortkünstlerin Aquarell/Bleistift 14 x 21 cm









 


Die Wortkünstlerin.
Leise liest sie in die quasselnde Vernissage hinein. Wohltuend einfach. Ihr stiller Wortfluss dehnt sich
konzentrisch aus, nimmt die quasselnde Menge mit 
in die ruhende Kunst.


 

06 April 2012

Feuerenergie





Beat- Offbeat-Puls-Drum

Nahrung für die rote Elementara

 nach sechs Tagen Rhythmus und Trommeln ist sie
ungeniert nicht instrumentalisiert ungerahmt für die Schublade
nicht geplant
 flüssiges Erdfeuer ungezähmt
das sei an dieser Stelle mal erwähnt.

05 April 2012

26 März 2012

Gren-Zen

Blumen und exotischer Pflanzenpark, unsere heutige Spielbühne. Verhalten scheint geregelt: Geh auf Wegen, gepflastert, umrandet, erlaubt. Betretendes Schweigen. Wir lassen uns nieder auf atmender Parkbank. Tauchen ein in Sonnenlicht. Worteaustausch über Grenzen und Gratwanderung. Spielraum erspüren. Uns ausbreiten und ausweiten. Ungewöhnlich gemustert. Geh-Muster. Leise tastend. Raschelnd. Trockene Blätter berührend. Aufnehmen. Tragen. Barfuß den abgesägten Baumstumpf besteigen. Massiv. Eichhörnchen schaut aus runden neugierigen Augen. Vogel singt Frühling. Auf Nebenwegen in blau glitzerndes Wirklich -Kleid schlüpfen. WasserKleid. Spiegelnd schön. Noch kahle Frühlingsbäume erlauben Vorrübergehenden stille Zauber-Augenblicke jenseits der Grenzen.

Photo Annette Schramm
Photo Annette Schramm

Mitwirkende : Annette Schramm



23 März 2012

Elementares Spinnen

Wachwerden und spinnen. Frühlingswach. Elementares aufnehmen. Faden blau, Faden grün gleitet durch Hand. Fuß schwebt über warmen Holzboden. Einander umkreisen. Zartes Zupfen neuer Saiten. Herzmusik. Fäden aufgelöste Muster beginnen sich zu verweben.




Photos U.Schwitte

21 März 2012

Frühlingserwachen


Frühlingserwachen. Wärmende Märzsonne. Auftauchen aus brauner Erde. Wachgeküsste Blumen. Rot.Gelb.Blau.Grün. Frauenkreis. Rund. Tief vergrabenes Wissen durchdringt altes Gemäuer, schiebt oberflächliches Wortgeplänkel und seltsame Verhaltensmüsterchen beiseite. Erwachen und sich auf neues Leben einlassen.
Photo F.B.N.

16 März 2012

Frühlingsstoffe

Frühlingsstoffee Frühlingsstoffee FrühlingsstoffeFrühlingsstoffeeFrühlingsstoffeFrühlingsstoffee
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Frühlingsstoffe Frühlingsstoffee FrühlingsstoffeFrühlingsstoffeeFrühlingsstoffeFrühlingsstoffee
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15 März 2012

Winter ade!



 

Märzsonne und rauchende Kamine im Hinterhof. Leise Bewegungen der Tanne. Taubengurren und Amselgesang. Der Winter übergibt seine kahlen braunen Zweige und Äste dem heraneilenden Frühling. Die Natur wechselt ihr Kleid, jedes Jahr von Neuem. Während der dunklen Wintermonate haben auch wir uns gewandelt, sind Neue geworden. Staunend und etwas ängstlich wachsen wir ins Licht.



Winter ade!
Scheiden tut weh.
Aber dein Scheiden macht,
Daß mir das Herze lacht!
Winter ade!
Scheiden tut weh.
Winter ade!
Scheiden tut weh.
Gerne vergeß ich dein
Kannst immer ferne sein.
Winter ade!
Scheiden tut weh.
Winter ade!
Scheiden tut weh.
Gehst du nicht bald nach Haus,
Lacht dich der Kuckkuck aus!
Winter ade!
Scheiden tut weh.



06 März 2012

Improvisaikum- Musik -Matinee mit Texten

Einen Tag lang treffe ich mich mit Jugendlichen und Erwachsenen zur Improvisationswerkstatt an der rheinischen Musikschule unter der Leitung von Reinhard Gagel. Wir musizieren spontan miteinander auf kleinen Textpassagen und entwickelen eine 15 minütige Oper, eine Pocketopera, nach dem Text von Elke Heidenreich "Am Südpol, denkt man, ist es heiß."
Mit Flöten und Flügel, Schlagzeug und Geige, Saxophon und Stimme und auch einer Prise elektonischer Musik erspielen wir Teilnehmer und Teilnehmerinnen im Aufeinander hören, Dissonanzen lassen, Klangfarben und Formen finden ein einzigartiges musikalisches Kunstwerk. Die Matinee im Hinterhofsalon am Sonntag läßt auch den Zuhörer/innen Raum, an der Werkstatt teilzunehmen.

05 März 2012


Der Frühling erwacht bald.

25 Februar 2012

22 Februar 2012

16 Februar 2012

11 Uhr 11




Straßen bahnen sich Wege durch sinnlich verrückte Stadt. Aufgehobene Gesetze und noch nicht Nacht. Bunte Massen wilder Geister füllen den Raum. Trommelwirbel und Kamelleregen wie im Traum. Goldfolienröcke mit Tüll garniert. Eierköpfe und Spülschwammhüte von Riesenschuhen serviert. Strüsschen mit Küsschen. Wimpern die klimpern. Laut und schrill. Karneval macht jede, was sie will.


Löwinnentip

die 5. Jahreszeit
sei nicht bange
ist bald in vollem Gang
all die verrückten Geister
haben freien Lauf
trommeln und rufen
in die Welt hinaus:
hier gibts Strüsschen Küsschen
und viel schmatzendes Bier
überall Pinke Pinke
und ein schäumendes Wir
Ungeheuerliches wird geteilt
gierig geeilt
in Sex Tagen
wollen wir holen
was Gesetz und Moral
uns hat gestohlen
spiele heiter
wild und frei
habe Freude
bleib dir treu!


14 Februar 2012

geh recht fertig

Kältemauer aus Missgunst, Enttäuschung, Vorwurf. Erwachsen aus verletzten Gefühlen und Achtlosigkeit. Geh und Recht. Fertig! Gerechtfertigt? Es sind meine Gefühle: geh und fühle.! Miteinander abgeschnitten im Raum. Kein Traum.

Ausgebreitet auf dem Boden der Fallschirm. Gefallen. Weiß. Umrandet durch einen zarten Zaun. Ein Zentimeter Zaun. Der Schuh übersieht. Betritt. Keine Schuhaugen im Schuh. Zaun kaputt. Vielen Dank spricht das Kunstwerk an der Wand.



Photo Knips

12 Februar 2012

Junge Kunst


  














































Junge Kunst in der Hochschule. 
Jährlicher Rundgang durch Farbgeruch, Formenspiel und Können. Eintauchen und mit der Menschenmenge alt wie jung durch hohe Räume fließen. Dreibeinige Wölfe, ausdrucksstark, zeigen ihr Gebiss. Sich spiegeln in Prismablöcken. Spiel mit Täuschungen mit Plastikmüll. Vielen Dank an der Wand zusammengefügt zu einem Kunstwerk. Skulpturen aus verschiedenen Materialien und Formenexperimenten. Dazwischen die Künstler/innen. Wie jung sie sind. Mit viel Zeit, Engagement und Energie haben sie die großen Räume mit ihren Ideen und ihrer Schaffenskraft gefüllt. Die Studenten der freie Kunst auf der Eiskellerstraße in Düsseldorf . Inspiration und lebendiger Kunst Genuss. Draussen vor dem Eingang hat uns die bitter Februarkälte wieder. Auf dem Weg nach Hause kuscheln wir uns tiefer in Mantel und Schal.
Photos Klick und Arti Köln

08 Februar 2012

Lichterwege und Lichtwesen





















Winter Elementaras auf Lichterwegen in Wuppertal

Eiskalter Februar. Die Züge haben Verspätung. Wartende Reisende versammeln sich in der schmalen Heißluftgasse des Bahnhofgebäudes. Ich geselle mich zu ihnen. Die S-Bahn kommt pünktlich. Kurzentschlossen steige ich ein, brauche für den Weg dreimal so lang. Gelassene Wintersonne. Ich lehne mich zurück in den Sitz, innerlich zusammengerollt gleich den Blättern der Immergrünen. Ankommen und heiße Suppe schlürfen. Dann mit beginnender Dunkelheit eintreten in den Spielraum. Eine nach der anderen schlüpft in Cape, Maske, Mantel. Wandeln auf Lichterwegen, auf Lichtertreppen, in Lichtergassen. Der Atem gleicht einer weißen Wolke.

16 Januar 2012

in Berührung


die schönen Photos hat Annette Schramm gemacht
in Berührung mit dem Arc de Triomphe
(ein armseliger Baum/ die Zuwenignis)
von Rosemarie Trockel Skulpturenpark Köln


14 Januar 2012

Neu Ja`s KomPost

Die Nacht nach dem Eröffnungsfest. Wach sein. Meer hören. Energie spüren. Wasser trommelt auf Steine. Platscht in Pfützen. Sich recken und strecken und den Morgen umarmen. Die Wolkenschiffe von gestern sind zu einer Wolkendecke zusammengeschmolzen. Grau, schwer und feucht bedecken sie das Land. Eine warme Dusche begrüßt meine Haut. Schuhe wärmen die Füße. Eine Decke den Rücken. Vom Haus her mischt sich das Geräusch des Staubsaugers in die Farbe der Morgenstille. Scharren und Brummen. Im Fensterrahmen erscheint der Putzlappen. Ich bleibe gelassen unter den Bäumen sitzen. Sauge nichts weg. Wische nichts weg. Nach einem langen tiefen Atemzug stehe ich auf und bringe die alten Hausfrauenmuster zum Kompost.
aus "Künstlerinnenglück"2011

Moment

05 Januar 2012

Heilsame Stille

Zwischen den Jahren


Kurz entschlossen fahre ich mit ihr zum buddhistischen Schweigeretreat. Nach einer halbtägigen Fahrt mit Bahn, Bus und Taxi liegt die großzügige Klosteranlage der Franziskanerinnen St. Nicolaasstichting vor uns, breitet sich unter den kahlen hohen Bäumen aus. Deutschland ist auf der anderen Seite der Grenze geblieben. Im "Huize Elisabeth" werden wir freundlich empfangen. Hier findet der siebentägige Retreat statt.Wir nehmen an vier Tagen teil. Vierzig Menschen sind zusammengekommen. Die Struktur ist einfach. Entschleunigung: Sitzen. Stehen. Gehen. Liegen. Bewusst werden, Atem spüren, Körper wahrnehmen. Gewahr sein von Gedanken und Gefühle. Im Meditationsraum hängt das christliche Kreuz an der Wand, daneben steht die goldene kleine Buddha Statue und links davon der Tannenbaum. Die Offenherzigkeit berührt. Morgens gibt es geführte Meditationen, abends einen Vortrag über die Meditationspraxis Vipassana und ein Einzelgespräch mit den Kursleitern im Laufe des Tages. Mir ist die Praxis sehr vertraut und ich gleite in die Stille, atme Ruhe und Weite. Mein Zimmer liegt in der zweiten Etage und zeigt auf das Atrium. Ein Stuhl, ein Tisch, ein Schrank ein Bett bedeckt mit Rosenwäsche, ein Waschbecken. Hier kann sich meine Seele ausbreiten und Flügel bekommen zwischen den Jahren.
Über mir höre ich Hüpfen und Trommeln. Entschleunigen ist nicht für jeden einfach. Von der nahen Kapelle ertönt eine helle Glocke. Sie teilt die Stunden in Viertel. Ein dunkler Glockenklang folgt ihr und läutet die Stunden. Neben den stündlichen Meditationseinheiten durchweben drei Mahlzeiten den Tag. Dann versammeln sich alle Teilnehmer im Speissaal, um schweigend ihr Mahl einzunehmen. Rhythmisches Geklapper von Messer, Gabel und Löffel. Nach einiger Zeit quietscht und singt die Tür. Ein Teilnehmer nach dem anderen entschwindet.
Gemeinsame in Stille verweilen heilt und erfrischt.

02 Januar 2012

Ein Sirenenlied

Was der Zweibeinige fängt in seinem Netz

ein Fischlein.
törichter Fisch.
Was trägt der Zweibeinige in sein Haus
ein Fisch
ein toter Fisch
Ein Schlag auf den Kopf
das Silber geschuppt
die Zunge herausgerissen
Nun ist es still in der Nacht
und der Mond scheint so schön
und wir reden von Liebe

Doris Runge

01 Januar 2012

24 Dezember 2011

Stille

21 Dezember 2011

Ihr seid das Licht der Welt


Was tut ihr? Nichts. Wir lassen das Leben auf uns regnen.






Hört, was erstaunliches in der Bibel steht:" Ihr seid das Licht der Welt....."






Das Feuer brennt.